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Eine Safari und ein Keilriemen
Safari ndi V-Belt

19. Juni 2018

Wenn man nach Afrika geht, sollte eines bei jedem auf der To-Do-Liste stehen: Eine Safari.
Da es in Malawi nicht mehr allzu viele wilde Tiere gibt, haben wir uns dazu entschieden, nach Sambia in den South-Luangwa-Nationalpark zu fahren. Um uns den Stress einer eigenen Planung zu ersparen, haben wir ein Wochenende mit See Malawi gebucht.

Eine Woche nach der Buchung sind wir Freitag morgens abgeholt worden und machten uns auf den Weg in Richtung Sambia. Die geplanten fünf Stunden Fahrt konnten aber natürlich nicht eingehalten werden – wir sind ja schließlich in Malawi.
Etwa eine Stunde außerhalb von Lilongwe machte unser Auto plötzlich ein komisches Geräusch, sodass wir anhalten mussten. Der Keilriemen war wohl gerissen. Also ging die Warterei los. Zwei Mechaniker aus Lilongwe machten sich auf den Weg zu uns. Eine Werkstatt wird natürlich völlig überbewertet, deswegen wurden die Wasserpumpe und der Keilriemen kurzerhand neben der Straße gewechselt.

Durch diesen Zwischenfall hatten wir bereits drei Stunden Verspätung und erreichten die Grenze zu Sambia erst sehr spät. Das zog natürlich weitere Probleme nach sich:
Erstes Problem: Es gab Netzwerkprobleme an der malawischen Grenze, weshalb das Abmelden des Autos ewig gedauert hat.
Zweites Problem: Die Grenze schließt um 18 Uhr und das Netzwerkproblem auf der Malawischen Seite wurde erst um 17:50 Uhr gelöst.
Drittes Problem: Danach mussten wir das Auto natürlich noch auf der Sambischen Seite anmelden.
Unser Fahrer konnte dann aber noch irgendwas drehen, und so konnten wir mit vier Stunden Verspätung doch noch nach Sambia einreisen. Leider war es bereits dunkel als wir im Croc-Valley-Camp ankamen und wir haben den ersten Tag komplett im Auto statt am Pool verbracht. Als Entschädigung gab es dafür ein Zelt-Upgrade für uns!

Blogeintrag #6 – Eine Safari und ein Keilriemen

Am Samstag konnten wir gemütlich frühstücken und den Mittag am Pool verbringen, bevor wir uns um 16 Uhr auf den Weg zum ersten Safari-Drive gemacht haben.
Direkt außerhalb des Camps standen schon zwei Elefanten und auch im Park haben wir soooo viele Tiere gesehen: Elefanten, Nilpferde, Affen, Zebras, Springböcke, Warzenschweine, Giraffen und wunderschöne Vögel. Da der Drive erst spät los ging, waren wir auch noch bei Dunkelheit im Park. Das war sehr cool, da wir mit einer riesigen „Taschenlampe“ durch den Park gefahren sind und nach nachtaktiven Tieren gesucht haben. Die nachtaktiven Tiere haben sich leider nicht gezeigt, aber wir haben drei Löwen gesehen. Das war wunderschön und gleichzeitig doch irgendwie gruselig, da wir ja in einem offenen Auto saßen. Der Fahrer hat die Scheinwerfer ausgemacht und wir sind den Löwen in völliger Dunkelheit hinterhergefahren, um sie nicht beim Jagen zu stören. Er hat nur ab und zu kurz das Licht angemacht, um auf den Weg zu schauen. Also sind wir tatsächlich im Stockdunkeln, in einem offenen Auto in drei Metern Abstand Löwen bei der Jagd hinterhergefahren. WOW!
Als die Löwen sich dann hingelegt hatten, konnten wir neben sie fahren und auch das Licht wieder anmachen. So nah an die Tiere heranzukommen war wirklich einmalig!

Am nächsten Morgen um 6 Uhr hatten wir schon unseren zweiten Drive. Während diesem Game Drive gab es zwei Highlights für mich: Neben den Tieren vom Vortag haben wir tatsächlich einen Leoparden gesehen! Das ist tagsüber so selten, dass sogar der Fahrer sein Handy gezückt hat, um Bilder zu machen. Mein zweites Highlight war eine große Elefantenfamilie mit zwei Babys. Sie haben bei einem kleinen See eine Trinkpause gemacht und gebadet. Das Zusammenspiel der einzelnen Familienmitglieder war wirklich beeindruckend und sehr rührend. Als das Baby hingefallen ist, wurde ihm von der Mutter geholfen und anschließend hat sie es noch den Berg hinauf geschoben. Ich musste fast weinen vor Niedlichkeit!

Nach einem leckeren Frühstück nach der Safari haben wir uns schon wieder auf den Heimweg gemacht, der, Gott sei Dank, ohne Probleme funktioniert hat.
Ich kann auf jeden Fall jedem empfehlen, eine Safari zu machen, wenn er die Chance dazu hat! Das war wohl eines der schönsten Erlebnisse in meinem Leben!

Funfact: Uns war es nicht erlaubt, nachts alleine im Camp herumzulaufen, weil sich die Nilpferde und Krokodile aus dem nahegelegenen Fluss häufig ins Camp verlaufen.

Blogeintrag #6 – Eine Safari und ein Keilriemen

In den letzten Wochen ist viel passiert

18. Mai 2018

Mein Mitbewohner Linus, der mit Weltwärts in Malawi ist, hat seine Einsatzstelle gewechselt und ist jetzt auch Teil von Taste of Malawi. Wir haben viele coole Dinge geplant und die Arbeit lässt sich zu zweit einfach doch schneller durchführen, als wenn man alleine an einem Projekt arbeitet.
Das beste Beispiel hierfür ist die Renovierung unserer Räume: Wie bereits angekündigt, waren wir die letzten Wochen immer wieder damit beschäftigt. Dies hat doch länger gedauert, da der Betrieb vor Ort normal weiter ging und wir quasi um die Frauen herum streichen mussten. Ich möchte mir gar nicht vorstellen, wie lange ich dafür gebraucht hätte, wenn ich keine tatkräftige Unterstützung von Linus gehabt hätte! Nach ein paar Wochenendschichten sind wir nun endlich fertig und sind sehr stolz auf das Ergebnis.

Blogeintrag #5 – In den letzten Wochen ist viel passiert

In den letzten zwei Wochen hatten wir zusätzlich noch Unterstützung von zwei neuen Freiwilligen: Dominique aus Deutschland und Mohamed aus Ägypten. Die beiden reisen durch Afrika und halten alles auf Mohameds YouTube-Kanal fest. Da sie bereits einige Erfahrung im Filmen haben, konnten sie auch einige Filme für Taste of Malawi machen. Ihr könnt euch auf die Videos freuen – sie bieten einen super Einblick in das Leben der Frauen und in das Projekt.

Für die nächsten Wochen steht nun wieder viel Planungsarbeit an. Linus und ich wollen ein Touristen-Programm erstellen, um Interessierten die Möglichkeit zu bieten, das Projekt zu besuchen. Hierdurch kann man direkt vor Ort sehen, wo die gekauften Produkte hergestellt werden, und selbst ein Teil von Taste of Malawi werden. Zusätzlich bekommen die Frauen durch dieses Angebot die Chance, ihr Englisch in den Gesprächen mit den Besucher*innen zu verbessern und zu üben, ihre Produkte zu zeigen und zu verkaufen. Außerdem wird dadurch der Kulturelle Austausch gefördert und beide Seiten nehmen hoffentlich neue Inspirationen aus den Besuchen mit.

Funfact: Auf eine Hochzeit wird man nicht eingeladen. Man geht einfach hin, egal ob man die Person kennt oder nicht. Es reicht auch wenn man jemanden kennt, der jemanden kennt, der das Brautpaar kennt. So kann es auch mal passieren, dass man zu drei Hochzeiten an einem Tag geht.

Blogeintrag #5 – In den letzten Wochen ist viel passiert

Ana, kompyuta ndipo police roadblock
Kinder, Computer und Polizeikontrollen

3. Mai 2018

Wie ich bereits in meinem letzten Blogeintrag berichtet habe, habe ich die ersten Wochen in Lilongwe damit verbracht, viel vorzubereiten und schriftlich festzuhalten. Damit will ich erreichen, dass zukünftige Freiwillige einen einfacheren Einstieg ins Projekt haben und direkt mit ihrer Arbeit anfangen können. In den letzten Wochen sind also verschiedene Leitfäden wie zum Beispiel der für den Computerkurs entstanden.

Diese Woche konnte ich aber auch endlich mit der Durchführung anfangen, und die macht mir wirklich sehr viel Spaß! Die Frauen sind sehr wissbegierig und freuen sich, etwas Neues lernen zu können.
Neben dem Computerkurs ist jetzt auch ein weiteres neues Projekt angelaufen – die Kinderbetreuung. Jetzt denken einige vielleicht: „Kinder? Taste of Malawi unterstützt doch Frauen?“ Das stimmt natürlich, aber in Gesprächen mit dem Team kam die Idee auf, auch die Kinder der Frauen zu fördern. Hierbei geht es natürlich in erster Linie um den Spaß, aber gleichzeitig auch darum, die Kinder auf ihrem Weg in die Zukunft zu unterstützen und somit nachhaltige Arbeit zu leisten. Geplant sind verschiedene Themen wie Gesundheit, Ernährung und Berufswahl. Gleichzeitig soll ihnen spielerisch Englisch beigebracht werden. Hierdurch können die Kinder sich mit sich selbst und ihrer Zukunft auseinandersetzen und werden zusätzlich zur schulischen Betreuung gefördert.

Wie so oft sehen die Planung und die Theorie dieses Projekts natürlich ganz anders aus als die tatsächliche Umsetzung. Geplant war, die Betreuung mit Kindern im Alter von sechs bis neun Jahren zu machen, da sie in diesem Alter bereits zur Schule gehen und auch schon etwas Englisch sprechen. Nun hat sich aber herausgestellt, dass die Frauen eher jüngere Kinder haben, die die Betreuung besuchen. Die Kommunikation war deshalb etwas schwierig, aber wir hatten trotzdem sehr viel Spaß zusammen. Zwar lassen sich die Stunden nicht so durchführen wie geplant, doch allein das Glänzen in den Kinderaugen beim gemeinsamen Malen oder Papierflieger basteln und fliegen lassen war unbezahlbar und ich freue mich schon auf die nächsten Male!

Ein weiteres Projekt, das in den nächsten Tagen starten soll, ist die Neugestaltung unserer Räumlichkeiten. Wir wollen alles freundlicher und noch gemütlicher machen. Auf dieses Projekt freue ich mich schon sehr, da ich meiner Kreativität freien Lauf lassen und etwas Bleibendes schaffen kann.

Funfact: In einem Minibus dürfen eigentlich zehn Menschen mitfahren. Da sich aber mehr Leute hineinquetschen können (zum Beispiel 21 und ein Huhn), macht man das natürlich auch. So fährt man die meiste Zeit ziemlich eingeengt herum. Und was macht man wenn eine Polizeikontrolle kommt?
Dann steigt einfach jemand aus, läuft an der Kontrolle vorbei und steigt danach wieder ein. Alternativ wechseln ein paar Kwacha-Scheine den Besitzer.

Blogeintrag #4 – Kinder, Computer und Polizeikontrollen

#twofortwo

18. April 2018

Heute feiern wir unseren zweiten Geburtstag! Seit zwei Jahren ist Taste of Malawi e.V. nun ein eingetragener, gemeinnütziger Verein, und das möchten wir als Anlass nehmen, euch zu erzählen, was wir bisher schon alles erreich haben:

Wir haben ein altes Gebäude zu unserer Schule umgebaut, wo wir bis jetzt fünfzehn Frauen aufnehmen konnten. Unser aktuelle Volontärin Nadja gibt unseren Schneiderinnen Computerkurse und hat einen Kindergarten eingerichtet. Damit können wir unseren Frauen eine ungestörte Lernatmosphäre bieten und vor allem die gesamte Familie unterstützen. Unser Team Europa ist so sehr gewachsen, dass wir in vielen verschiedenen Ländern Fuß fassen konnten. Wir sprechen mittlerweile insgesamt fünf Sprachen!

Wir wünschen uns für die Zukunft, dass unser Netzwerk weiter wächst und somit noch mehr Frauen die Möglichkeit erhalten, ihren eigenen Weg in die Selbstständigkeit zu bestreiten. Wir möchten es schaffen, in den nächsten zwei Jahren größtenteils finanziell unabhängig zu sein und das Projekt alleine durch den Verkauf unserer Produkte zu finanzieren. Dies ist uns zur Zeit leider noch nicht möglich, aber mit eurer Hilfe können wir es schaffen!
Wir sind sehr stolz auf unser Team und unsere zahlreichen Unterstützer, und wären sehr dankbar, wenn ihr auch heute an unserem zweiten Geburtstag an uns denkt und weiterhin auf unserer Reise mit dabei sein würdet.
Wir wünschen uns von euch zu unserem zweiten Geburtstag 2€ Unterstützung! Wenn jeder unserer Facebookfreunde nur 2€ spendet, können wir das Projekt für zwei Monate finanzieren. Bei diesen frühsommerlichen Temperaturen einfach mal auf ein Eis verzichten und Taste of Malawi ein Geburtstagsgeschenk machen!

Vielen Dank! Zikomo!

Gutes tun

Muli bwanji?
Wie geht es dir?

29. März 2018

Nach dem anfänglichen Kulturschock habe ich mich mittlerweile gut in Malawi eingelebt. Zwar arbeite ich im Moment noch sehr viel am Computer und bin deshalb kaum im Projekt, aber die Tage, die ich in Chinsapo verbringe, sind immer sehr schön und abwechslungsreich. Als ich einige Tage nicht im Projekt war, haben die Frauen sofort gefragt, wo ich denn gewesen sei, und haben gesagt, dass sie mich vermisst haben.
An einem Tag hatte ich mein Kamera dabei, um ein paar aktuelle Bilder von der Arbeit und den Menschen vor Ort zu schießen. Die Anwesenheit meiner Kamera verursachte dann einen kurzen Arbeitsstop von circa 45 Minuten, da jede und jeder ein Bild von sich wollte. Dass Malawierinnen gerne Fotos von sich machen lassen, wurde mir schon vorher von meinem Mitbewohner Linus erzählt. Er muss auch immer wieder Bilder von der Tochter eines Kollegen schießen, da seine Handykamera besser ist als ihre. Dass sich diese Erzählungen sofort bestätigt haben, war sehr lustig.

Auch meine erste kleine Reise innerhalb Malawis habe ich jetzt hinter mir: Für eine Nacht sind wir andere Freiwillige in Salima am Malawisee besuchen gegangen. Dort herrschte ein ganz anderes Klima und die Landschaft war ganz anders als in Lilongwe. Während das Wetter in Lilongwe eher heiß und trocken ist, erwartete uns in Salima tropisches Wetter mit einer hohen Luftfeuchtigkeit. Wir haben die zwei Tage hauptsächlich in der Lodge Cool Runnings verbracht, die einer Britin gehört, die verschiedene Umweltprojekte rund um Salima leitet. Da der See so groß ist, hat man sich gefühlt, als sei man am Meer, und das Urlaubsfeeling setzte sofort ein. Baden gegangen bin ich allerdings nicht, da die Angst vor Bilharziose doch noch zu groß war. Zusätzlich bestand aber auch Gefahr durch ein Krokodil im See, das wohl aus einer nahegelegenen Krokodilfarm ausgebrochen war.
Sicher ist man aber nicht, da der Besitzer es bisher nicht offiziell zugegeben hat. Welcome to Malawi.

Funfact: Nsima. Nsima. Nsima. Jeden Tag. Das Nationalgericht ist hier wirklich das Nahrungsmittel Nummer Eins und auch das Lieblingsessen der meisten. Oft gibt es Nsima dreimal am Tag. Und auch wenn etwas anderes, wie zum Beispiel Reis, angeboten wird, vertrauen die Meisten doch lieber wieder auf ihr Nsima.

Blogeintrag #3 - Wie geht es dir?

Takulandirani ku Malawi
Herzlich Willkommen in Malawi

18. März 2018

Endlich bin ich da. Nach 24 Stunden Reisezeit und drei Zwischenstopps in den Niederlanden, Kenia und Mosambik bin ich in Lilongwe angekommen. Es ist warm, bunt und anstrengend. Der Kulturschock kam schon auf dem Weg vom Flughafen in die Stadt. Überall auf den Straßen laufen Menschen umher und viele möchten dir etwas verkaufen. Ob es wirklich Regeln für den Verkehr gibt, hat sich mir selbst nach drei Wochen noch nicht richtig erschlossen, aber ich weiß, dass die Minibusse irgendwie alles dürfen.

Trotz all diesen neuen, atemberaubenden, verwirrenden Dingen, an die man sich erst einmal gewöhnen muss, gibt es auch unzählige Dinge, die mich das Land schon jetzt lieben lassen: Die Freundlichkeit der Menschen hier ist erstaunlich, die bunten Farben der Stoffe sind wunderschön und das Essen mit frischem Gemüse vom Markt ist superlecker.

Auch meine ersten Tage im Projekt habe ich nun hinter mir. Mein Arbeitsweg ist etwas beschwerlich, aber mittlerweile auch alleine machbar. Er führt mich von Area 18 in das Stadtzentrum von Lilongwe. Weiter geht es dann in Richtung Chinsapo, wo das Projekt seinen Standort hat. Hier erlebt man eine ganz andere Welt als noch im Stadtzentrum: Viele Kinder gehen in diesem Teil von Lilongwe nicht in die Schule und es herrscht große Armut. Ist man erst einmal im Projekt angekommen, findet man sich jedoch in einer kleinen Oase wieder. Durch die kleine Wiese mit zwei Bänken direkt vor dem Haus und den Mais im Garten fühlt man sich sofort wohl und ich kann verstehen, warum die Frauen sich hier so gerne aufhalten. Ich wurde sehr freundlich begrüßt, auch wenn die meisten Frauen doch eher zurückhaltend waren. Es herrscht ein fröhliches Klima und alle haben Spaß bei der Arbeit. Ich konnte mir die schönen Taschen, Jacken und Kleider ansehen, die schon fertig geschneidert waren, und bekam einen ersten Einblick in die Arbeit von Taste of Malawi.

Nun bin ich gespannt, wie es weiter geht, wie die Arbeit mit den Frauen und ihren Kindern wird und welche aufregenden Geschichten mich hier in Malawi noch erwarten.

Funfact: „Sei um neun da“ heißt nicht „Sei um neun da“, sondern eher „Es reicht auch, wenn du gegen zehn ankommst“. Meistens ist man auch dann noch der Erste.

Blogeintrag #2 - Willkommen in Malawi

Ein halbes Jahr in Malawi

27. Februar 2018

Ich heiße Nadja, bin 24 Jahre alt, studiere Soziale Arbeit in Ludwigsburg und mein größter Traum ist es seit Jahren, Zeit in Afrika zu verbringen, mich dort zu engagieren und Menschen zu helfen.
Während meines Studiums ist ein Praxissemester von sechs Monaten vorgesehen, um weitere Einblicke in die soziale Arbeit zu bekommen und weitere Praxiserfahrungen zu sammeln. So entschied ich mich, die Pflicht und meinen Traum zu verbinden und mein Praxissemester in Afrika zu absolvieren.

Ein Auslandssemester? In Malawi? Wo soll das denn sein? Hast du da Internet? Ist es da nicht gefährlich? Und wie ist das eigentlich mit Malaria?
Meine Suche nach Praxisstellen begann bereits im März 2017 und ich habe am Anfang über vierzig Einrichtungen in ganz Afrika kontaktiert. Taste of Malawi war hier aber von Anfang an meine erste Wahl, da das Projekt alles vereint, was ich mir gewünscht habe. So kann ich hier Einblicke in eine noch sehr junge Organisation bekommen, eigene Ideen umsetzen, in verschiedene Bereiche hineinschnuppern, mit Erwachsenen wie auch mit Kindern arbeiten und das alles auf dem Kontinent, den ich schon so lange bereisen möchte.

Im Moment befinde ich mich noch in der Vorbereitungsphase – gefühlte hundert Impfungen, Malariatabletten, Baumwollunterwäsche und knielange Röcke begleiten mich so im Moment täglich und die Aufregung wird immer größer. Wie wird es sein, die Wäsche mit der Hand zu waschen? Gibt es wirklich so viele Stromausfälle wie gesagt wird? Muss ich mein Essen mit Kohle kochen? Und klappt beim Flug überhaupt alles?

Die aufregendste Zeit meines Lebens steht kurz bevor und ich freue mich darauf, euch mit auf die Reise zu nehmen und die vielfältigen Einblicke von Afrika, Malawi und Taste of Malawi mit euch zu teilen!

2017

Neu im Team: Anna!

18. Oktober 2017

Wir freuen uns, Anna bei uns im Team begrüßen zu dürfen und sie in der nächsten Zeit näher kennenzulernen! Sie ist Maßschneiderin und Modedesignerin, hat Erfahrung als Kostümschneiderin beim Film, und befindet sich momentan in der Weiterbildung zur Schneidermeisterin. Genau die richtigen Skills also, um das Projekt technisch und kreativ zu unterstützen.
Wenn auch du Teil unseres Teams werden willst, sieh doch auf unserer Jobseite nach, für welche Positionen wir grade Leute suchen, oder melde dich einfach so bei uns!

Zur Jobseite

Taste of Malawi unterstützt Frauen in Malawi und reflektiert globale Zusammenhänge

3. Mai 2017
Badische Zeitung

Sie wollen Frauen in Malawi unterstützen – und dabei selbst etwas über Märkte, Vertrieb und „Entwicklungsarbeit“ lernen. Und dass die Mitglieder des Vereins „Taste of malawi“ die globalen Ungerechtigkeiten und ihre eigene Rolle kritisch und reflektiert betrachten, zeigt das breite Spektrum an Referenten, die sie zu einer Diskussionsveranstaltung am Donnerstag eingeladen haben.
Die Freiburger Gruppe ist eine von mehreren bundesweit. Bisher sind nur Studierende aktiv, es sind aber alle willkommen. Die direkte Verbindung nach Malawi war immer da – das beweist derzeit der drei Monate dauernde Besuch von Alexander Kumcheza. Er ist eigentlich Computerexperte und arbeitet inzwischen als Manager des Frauenprojekts, das er und die Geographie-Studentin Jana Piske vor zweieinhalb Jahren in Malawi gegründet haben. Damals hat Jana Piske zwei Jahre lang in dem ostafrikanischen Land gelebt und als Freiwillige in einem Straßenkinderprojekt gearbeitet.

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Begleitung in die Selbstständigkeit

13. Februar 2017
Westfalenpost

Ein Hagener Student unterstützt die Ausbildung von Frauen im afrikanischen Malawi. Sie sollen den Weg in eine selbstständige Existenz finden. Wie kann ich Frauen in der Dritten Welt eine Ausbildung ermöglichen, damit sie unabhängig von Organisationen Geld verdienen? Eine Antwort auf diese Frage hat vielleicht der Anfang 2016 gegründete Verein „Taste of Malawi“, zu Deutsch: eine Kostprobe von Malawi. Der 20-jährige Felix Fastenrath aus Hagen gehört zu den Aktiven. Er arbeitet mit in der Gruppe junger Menschen rund um die Gründerin Jana Piske. Sie wollen Frauen in Malawi mit Hilfe einer Ausbildung zu Schneiderinnen machen. Damit sollen die Frauen selbstständig und unabhängig von Projekten werden. Felix Fastenrath kümmert sich – wie alle anderen auch ehrenamtlich – um die Website, Flyer-Druck, Online-Shop und den bald erscheinenden Newsletter.

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Hilfe zur Selbsthilfe

4. Januar 2017
Städtisches Gymnasium Erwitte

Ein prägendes Jahr. Nach ihrem Abitur an unserer Schule ist Johanna Knoop im Sommer 2013 für zwölf Monate nach Malawi gegangen. In dem Land im Süden Afrikas hat sie in einem Projekt der Franziskanerinnen Salzkotten in dem Ort Ludzi mit Kindern gearbeitet (wir berichteten mehrfach). Die Schülervertretung des SGE hat ihr Engagement damals unterstützt. Auch Dank dieser Hilfe aus unserer Schule konnte Johanna damals Betten und Moskitonetze für die Mädchen in dem Schulinternat anschaffen. Zusammen mit anderen jungen Leuten, die über ganz Deutschland verteilt sind, engagiert sich Johanna in ihrer Freizeit für die neue Organisation „Taste of Malawi“. Der Grundgedanke dieses Vereins ist, dass jeder Mensch finanzielle Unabhängigkeit und persönliche Zufriedenheit erlangen kann, indem er lernt, seine Talente richtig zu nutzen. Für die Arbeit in Malawi heißt das konkret, dass Frauen zu Schneiderinnen ausgebildet werden. Sie können sich selbstständig machen und so finanziell unabhängig werden.

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Ausbildung für afrikanische Näherinnen

3. Januar 2017
Rheinische Post

Mit ihrem Verein Taste of Malawi will Jana Piske Frauen in Lilongwe zur Selbstständigkeit verhelfen. Die Kleinenbroicherin sorgt für Ausbildung, kaufmännisches Wissen und hat zudem einen Internet-Shop eingerichtet. Nach dem Abitur zog es Jana Piske in das afrikanische Malawi. Die Kleinenbroicherin hatte sich über das Kindermissionswerk für das Straßenkinderprojekt "Tikondane" beworben. Ein Jahr wollte die junge Frau bleiben, um dann ihr Studium in Deutschland anzutreten. Es wurden zwei daraus. Zudem hatte Jana Piske eine Projekt-Idee zur Förderung von Frauen in Lilongwe entwickelt, die sie nach ihrer Rückkehr in die Heimat nicht mehr los lies. Mittlerweile wurde ihr Projekt "Taste of Malawi" zu einem eingetragenen (Förder-) Verein.

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kfd spendet 450 Euro für Hilfsprojekt

3. Januar 2017
Der Patriot

Die kfd Erwitte hat 450 Euro an den gemeinnützigen Verein „Taste of Malawi“ gespendet. Das Geld sammelten die Mitglieder der kfd bei ihrer letzten Adventsfeier. Den Scheck übergaben jetzt Marietheres Lier vom Pastoralverbundsbüro in Erwitte sowie die kfd-Mitglieder Barbara Lüchtefeld und Maria Roß an die Studentin Johanna Knoop aus Erwitte, die für das Fundraising des Vereins verantwortlich ist. Der Verein bietet Frauen im afrikanischen Malawi eine Ausbildung zur Schneiderin. Dort erlernen sie sowohl das Handwerk als auch betriebswirtschaftliche Aspekte, damit sie ihre Produkte auch vermarkten können. Das Geld soll dem Material und der Ausstattung u.a. mit Nähmaschinen dienen, die notwendig sind, um das Projekt stabil zu halten. „Die Einnahmen fließen direkt in das Projekt“, berichtet Johanna Knoop. „Für die Menschen, die an dem Projekt teilnehmen, tragen wir eine sehr große Verantwortung.“

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2016

Talente effizient nutzen

29. November 2016
Der Patriot

„A project for gifted women.“ Zu Deutsch: Ein Projekt für talentierte Frauen - das ist der Slogan von The Taste of Malawi, einem Projekt, das malawische Schneiderinnen unterstützt und ihnen ein Stück Unabhängigkeit schenkt. Johanna Knoop, die nach dem Abitur am Städtischen Gymnasium Erwitte ein Jahr einen Freiwilligendienst in Malawi geleistet hat (wir berichteten), hat den Verein Anfang des Jahres zusammen mit anderen Studierenden aus Deutschland gegründet. Knoop ist zuständig für die Bereiche Fundraising (Mittel zu möglichst geringen Kosten beschaffen), Social Media (Soziale Medien) und Accounting (Rechnungswesen). Nach dem Freiwilligendienst in Malawi begann sie Nonprofit Management in Berlin zu studieren. Das Studium rüstet sie für die ehrenamtliche Arbeit bei „Taste of Malawi“ hervorragend aus. Malawi, mit rund 16 Millionen Einwohnern in Ostafrika, gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Ein Blick auf die internationale Rangliste zeigt: mit einem Bruttoinlandsprodukt von nur 224,46 USD pro Kopf landet Malawi auf dem letzten Platz.

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Für Frauen und Kinder

28. April 2016
Badische Zeitung

Im Bürgersaal des Alten Rathauses verlieh der Vorstand und Stiftungsrat der Stiftung Brücke den diesjährigen Förderpreis und den Anerkennungspreis 2015. Der mit 4000 Euro dotierte Förderpreis ging an das von Jana Piske ins Leben gerufene Malawi-Projekt "Taste of Malawi", der Anerkennungspreis und 2000 Euro an Dorothee Menton-Enderlin an die Maya Universe Acadamy in Nepal, einer Schule, die mit starkem Elternengagement nach der Erdbebenzerstörung wieder aufgebaut wurde.
In beiden ausgezeichneten Projekten wird das Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe konsequent umgesetzt. Die aus der Nähe von Düsseldorf stammende und in Freiburg studierende Jana Piske gründete 2014 das Projekt "Taste of Malawi". Sie war selbst zwei Jahre in dem südostafrikanischen Land und rief ein Schneiderprojekt für bis zu 20 talentierte Frauen ins Leben. Unterstützt werden ausgebildete Frauen, die ansonsten dort keinen Fuß fassen könnten.

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2015

Mode made in Malawi

15. September 2015
Stadtspiegel Mönchengladbach

Malawi ist ein Binnenstaat in Südostafrika. Es grenzt an Sambia, Mosambik und Tansania. Jana Piske würde das Land im Atlas sofort finden, allerdings nicht nur, weil sie bald Geografie studieren wird. Die junge Frau aus Kleinenbroich hat dort zwei Jahre gelebt. Währenddessen gründete sie das Projekt "Taste of Malawi" und möchte dies auch von zu Hause aus weiter fördern.
Jüngst hat sie bei einem Info-Abend im Hildegundisheim in Liedberg ihre Mitbürger für Land und Leute begeistern wollen. "Ich bin bei meinen Reisen mit vielen Menschen zusammen gekommen. Die kulturellen Spannungen zwischen Jung und Alt gibt es dort genauso wie bei uns", erzählt sie. Das mag sich auch in der Mode der Jugend ausdrücken. "Sie mögen den Ethno-Stil, aber in modernen Schnitten. So tragen sie gerne Mini-Rock und Tops in den traditionellen Farben und Mustern", so Jana Piske.

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Hilfe für afrikanische Schneiderinnen

10. August 2015
Rheinische Post

Die Kleinenbroicherin Jana Piske hat das Projekt "Taste of Malawi" ins Leben gerufen, um Näherinnen in Malawi zur Selbstständigkeit zu verhelfen. Es geht um kaufmännische Grundlagen und finanzielle Unabhängigkeit.
Wie hat es eine 21-jährige Deutsche geschafft, in Malawi ein Projekt für Schneiderinnen zu etablieren? Das ist nur eine der vielen Fragen, die Jana Piske (21) aus Kleinenbroich in den vergangenen Monaten beantworten musste. Seit April 2015 ist die junge Frau zurück aus Malawi und absolviert aktuell ein Praktikum in Oberhausen, bevor sie ab dem Winter Umweltwissenschaften studieren wird. Viel freie Zeit vor Studienbeginn hat sie nicht. Denn ihr Projekt "Taste of Malawi" will von Deutschland aus weiter betreut werden. Angefangen hatte alles mit einem Stück Stoff, aus dem sie sich in Malawi einen Rock nähen lassen wollte. Das war Mitte 2014, als sie für den Freiwilligendienst "Weltwärts" in der malawischen Hauptstadt Lilongwe tätig war.

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2013

Kleinenbroicherin hilft ein Jahr lang in Malawi

28. Dezember 2013
Rheinische Post

Jana Piske lebt für ein Jahr in Malawi und arbeitet dort bei einem Straßenkinderprojekt. In den ersten vier Monaten hat sie bereits viele Eindrücke gesammelt. Besonders bei der Sprache gibt's Fortschritte.
Als sie ihre Reise begann, konnte sie nur ein Wort: "Bo", was so viel heißt wie "alles klar". Mittlerweile ist Jana Piskes Wortschatz der malawischen Amtssprache "Chichewa" deutlich ausgeprägter. Denn dank eines intensiven Sprachkurses kann die Kleinenbroicherin nun richtig kommunizieren und mehr als eine Cola bestellen. Seit vier Monaten lebt Jana Piske in dem südostafrikanischen Binnenstaat und arbeitet beim Straßenkinderprojekt Tikondane in der Hauptstadt Lilongwe. Eine Art Auffangstation mit therapeutischer Begleitung. Damals kam sie nach 41-stündiger und strapaziöser Reise in Malawi an. Mit zwei Mitbewohnerinnen lebt sie in einer WG, 20 bis 30 Minuten Fußweg von Tikondane entfernt. "Es gibt heißes Wasser und jeder hat ein eigenes Zimmer", sagt sie.

Kleinenbroicherin hilft ein Jahr lang in Malawi - Rheinische Post Ganzen Artikel lesen

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